7. Tag (2009)

Schriftwort: Joh 17, 20- 21

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein,
damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Meditation

Das Bild, das hinter dieser Bitte Jesu steht, ist das der Familie, wir können sagen, der Familie Gottes oder, anders ausgedrückt: der Wirklichkeit Gottes, in die er uns Menschen, alle Menschen, mit einbezogen hat. Und das ist die Einladung an alle Menschen, unab- hängig von ihrer Konfession, Religion oder Weltanschauung: füreinander da zu sein und einander mit den Gaben zu beschenken, die uns anvertraut wurden.

Gedanken für den Tag

• Schauen auf das, was eint.
• Lieber das Unvollkommene in Einheit, als das Vollkommene in Uneinheit.
• Nicht das Negative am Anderen sehen, sondern das Positive.

Bitten

Herr Jesus Christus, du bist nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen. Dich bitten wir:

Erfülle uns mit deinem Licht, damit wir an die Liebe des Vaters im Himmel glauben und ihm darauf antworten.
– Erhöre uns, Christus!

Verwandle unser Herz, damit wir bei dem Guten, das wir tun, nicht an uns selbst denken, sondern von Güte bewegt sind.
– Erhöre uns, Christus!

Erhelle unseren Geist, damit wir uns an deine Gebote halten und sie als Weg sehen, dir und den Menschen zu dienen.
– Erhöre uns, Christus!

Schenke uns deine Kraft, damit wir die Lasten, die uns das Leben auflädt, bereitwillig tragen können.
– Erhöre uns, Christus!

Allmächtiger Gott, alles kommt von dir. Hilf uns, im Vertrauen auf dich das Leben stets neu zu wagen und das Unsere beizutragen, dass Andere leben können. Dies bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.