8. Tag (2010)

Schriftlesung

Aus dem Matthäus-Evangelium

Als Jesus am See von Galiläa entlang ging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Mt 4,18-20

Meditation

Auf einer Grabtafel in der römischen Domitilla-Katakombe sehen wir einen Anker in Kreuzform, an dem zwei Fische anbeißen. Hier versinnbilden die Fische die Gläubigen, die sich an dem Herrn Jesus Christus fest machen. Diese Symbolik ist im Neuen Testament begründet. Als Jesus die Apostel, Fischer am See Gennesaret, von ihren Booten und Netzen wegruft, sagt er zu ihnen: „Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ (Mt 4,19 par) Hier vergleicht Jesus selbst die Menschen, an die seine Botschaft geht, mit Fischen. Das Bild ist eine Ermutigung für den Betrachter. In diesem Leben und über dieses Leben hinaus suchen wir nach Orientierung und Halt bei dem, der uns durch sein Kreuz erlöst hat.Dazu braucht es Vermittler, die Menschenfischer.                                                                           In den ehemals kommunistischen Ländern war die religiöse Unterweisung vielfach verboten. Eltern und Lehrer durften sie oft nicht vornehmen. Das war die große Zeit der Großeltern, vor allem der Großmütter. 1989 erlebte ich in der St. Anna-Kirche in Budapest eine Großelternmesse. Die Kirche war dich gefüllt; der damalige Kardinalerzbischof ermutigte in seiner Predigt die Großeltern zu ihrem stillen, aber so wichtigen Dienst in der Familienkatechese. Dies könnten wir als Anregegung aufgreifen, auch bei uns – etwa am Gedenktag der Eltern der Gottesmutter Maria, Joachim und Anna am 26. Juli – eine Großelternmesse zu feiern.

Gottes Heiliger Geist möge alle, die im Dienst der Katechese und des Religionsunterrichtes stehen, erleuchten, dass viele Menschen Christus als den Ankerplatz ihrer Seele finden. Renovabis investiert deshalb besonders in deren Aus- und Weiterbildung.

Gebet aus der Römischen Messliturgie

Herr Jesus Christus, Du hast zu Deinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch,
meinen Frieden gebe ich euch. Deshalb bitten wir: Schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben Deiner Kirche und schenke ihr nach Deinem Willen Einheit und Frieden.