1. Tag (2012)

Hinführung

Gott ist absolutes Geheimnis, der ganz Andere. Wir können sein Wesen nicht erfassen. Und doch hat er sich geoffenbart. Im Laufe einer langen Geschichte durften Menschen erfahren: Er ist ein Gott mit uns, wir dürfen uns ihm nahen. Zuletzt, als die Zeit erfüllt war, hat er sich in seinem Sohn gezeigt. Wenn wir alles beachten, was uns von ihm geoffenbart
wurde, können wir zusammenfassend sagen: Gott ist Vater, Gott ist Sohn, Gott ist Heiliger Geist.

Lesung Mk 16,15–20

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden. Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

Betrachtungs-Impuls

Beim Abschied vor seiner Himmelfahrt gibt Jesus seinen Jüngern noch drei Hinweise, die uns Markus vermittelt. Der erste lautet: Das Evangelium betrifft nicht nur wenige Menschen oder nur ein Volk. Für alle Menschen auf der ganzen Welt will Jesus Richtpunkt sein, um sie zum ewigen Vater, zu Gott zu führen. Jeder Mensch darf erfahren: Der Ewige nimmt sich deiner an. An Jesus kannst du ablesen, wie ein Leben im Blick auf den Ewigen gelingt –
und nicht ins Verderben gerät.                                                                                                                    Die zweite Aussage zeigt, welche Kraft der Glaube an Jesus gibt: Du kannst Dämonisches beherrschen, du kannst Sprachbarrieren überwinden, du kannst tödlich aussehende Situationen meistern. Und selbst wenn dein Leben wie vergiftet erscheint, es wird dich nicht mehr im Innersten treffen und zermürben! An Christus glauben und ihm vertrauen, gibt Kraft und schenkt die Überzeugung: Der Ewige geht mit dir, du darfst dich auf ihn verlassen.

Was zählen da noch diese oder jene Plagen? Nichts von alledem, was du erlebst und erfährst, fällt aus seiner Sorge heraus. Auch wenn du nicht weißt, wozu dies oder jenes gut sein soll, du kannst darauf vertrauen: Es wird schon einen Sinn haben. Die dritte Aussage heißt: Das, was wir hier auf Erden tun und was wir künden, ist im Himmel angebunden, also im Bereich des Göttlichen. Dorthin ist Jesus gegangen. Von dort her wirkt er für uns und sendet den Heiligen Geist, der das Antlitz der Erde erneuert.

 Fürbitten

V: Zu Gott, der dreifaltig und doch einer ist, rufen wir: Der Heilige Geist macht lebendig. Wir bitten für die Kirche um die Gabe der Offenheit für eine stetige Erneuerung in Verbundenheit mit Christus. – Dreifaltiger Gott:                                                                                       A: Höre unser Gebet.

V: Der Heilige Geist geht aus dem Vater und dem Sohn hervor. Wir bitten für alle, die nicht an dich glauben, um die Gabe der Erkenntnis deines Wirkens in der Welt. – Dreifaltiger Gott:
A: Höre unser Gebet.
V: Der Heilige Geist wird mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht. Wir bitten für die Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, um die Gabe der Tapferkeit und Geduld. – Dreifaltiger Gott:
A: Höre unser Gebet.

V: Der Heilige Geist hat durch die Propheten gesprochen. Wir bitten für die Amtsträger in der Kirche um die Gabe der Wertschätzung der vielfältigen Charismen. – Dreifaltiger Gott:
A: Höre unser Gebet.
V: Herr, wir danken dir für die Gaben des Heiligen
Geistes und preisen dich jetzt und in Ewigkeit.
A: Amen.


Lied: GL 241: „Komm Heil’ger Geist, der Leben schafft“

Vater unser

Segen