5. Tag (2013)

Es ist normal, verschieden zu sein

5.Tag

Impuls

Ich bin ich und Du bist du. Beide sind wir einzigartig – unverwechselbar in unserem Aussehen, individuell in unseren Begabungen und Grenzen. Wir sind Persönlichkeiten – einmalig in unserem Gewordensein. Es ist Reichtum, Buntheit, Vielfalt, die wir – mit uns – in diese Welt bringen. Im Miteinander gestalten wir das Bild dieser Welt und alle sollen sich einbringen dürfen – auf die je eigene Weise.


Schrifttext 1 Korinther 12, 12-18

Schwestern und Brüder! Wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt. Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus vielen Gliedern. Wenn der Fuß sagt: Ich bin keine Hand, ich gehöre nicht zum Leib!, so gehört er doch zum Leib. Und wenn das Ohr sagt: Ich bin kein Auge, ich gehöre nicht zum Leib!, so gehört es doch zum Leib. Wenn der ganze Leib nur Auge wäre, wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur Gehör wäre, wo bliebe dann der Geruchssinn? Nun aber hat Gott jedes einzelne Glied so in den Leib eingefügt, wie es seiner Absicht entsprach.


Bitten

V: Wir ehren den einen Gott in drei unterschiedlichen Personen und bitten ihn:

V/A: Erhöre unser Gebet.
• Vater, du bist unser Ziel, schenke uns Achtsamkeit und Toleranz im Miteinander.

A: Erhöre unser Gebet.
• Christus, du bist unser Weg, hilf uns, einander zu stärken und zu ermutigen auf unseren je eigenen Lebenswegen.

A: Erhöre unser Gebet.
• Heiliger Geist, du bist unsere Stärke, gib uns Kraft, wenn uns Selbstzweifel plagen und wir ängstlich werden.

A: Erhöre unser Gebet.


Gebet

Gott, wie sehr wünschen wir uns manchmal, Andere wären wie wir – so fremd ist uns ihr Verhalten, so ungewohnt ihr Aussehen. Wir sind nicht frei von Ängsten und Vorbehalten, spüren den Druck zur Anpassung, den die Gesellschaft ausübt. Und doch wissen wir: Aus der Spannung der Vielfalt wächst Bereicherung. Staunen dürfen wir über die Einzigartigkeit, mit der du, unser Gott, jeden Menschen geschaff en hast. Wir danken dir, dass es völlig normal ist, verschieden zu sein. Amen.

Gedanken für den Tag

• Pflege ich eine gute Kultur des Miteinanders und der Wertschätzung?
• Wo und wie könnte ich entsprechende Impulse setzen?
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