6. Tag (2013)

Es ist normal, verschieden zu sein

6.Tag

Impuls

Wozu die Kräfte eines Einzelnen nicht genügen, mit Vielen wird es möglich. Was sich einer alleine nicht zutraut, gemeinsam kann es gelingen. Wir können voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen, einander begeistern, ermutigen, bestärken, anerkennen. Wir werden erfahren, dass wir im guten Sinne voneinander profitieren, wachsen und werden, indem wir uns einbringen und miteinander teilen. Jeder Mensch bringt etwas sehr Kostbares – denn er bringt sich. Dieses Wissen darf uns achtsam machen in der Begegnung – „ehrfürchtig“ vor der Gabe jedes Einzelnen. Dieses Wissen sagt auch: Jeder Beitrag ist wichtig – welcher ist meiner?


Schrifttext Kolosser 3, 12-16

Schwestern und Brüder! Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar! Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. Belehrt und ermahnt einander in aller Weisheit! Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder, wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade.


Bitten

V: Gott hat jeden Menschen als unverwechselbares Individuum und zugleich als Glied der Gemeinschaft geschaffen.
Ihn bitten wir:

V/A: Herr, steh‘ uns bei.
• Dass wir als Glieder der Kirche das kostbare Gut des Evangeliums, das uns anvertraut ist, hüten und es fruchtbar werden lassen durch unser Leben.

A: Herr, steh‘ uns bei.
• Dass wir dich durch unseren Umgang miteinander aufleuchten lassen in dieser Welt und so deine Botschaft weitertragen.

A: Herr, steh‘ uns bei.
• Dass wir in unseren Gemeinschaften den einzelnen Mitgliedern Raum zur individuellen Entfaltung lassen, damit das Leben aller wachsen kann.

A: Herr, steh‘ uns bei.


Gebet

Gott, unser Vater, wir wollen gemeinsam unsere Berufung bezeugen zur Verantwortung für den Nächsten, zum pflichtbewussten Handeln für das Gemeinwohl. Zeigen, wie sich Autorität und Freiheit, persönliche Initiativen mit solidarischer Verbundenheit zum gemeinsamen Ganzen, gebotene Einheit mit fruchtbarer Vielfalt verbinden lassen. Gemeinsam lass uns mit vereinten Kräften und in immer größerer Übereinstimmung mit dem Evangelium den Menschen dienen und in ihnen die lebendige Hoffnung wecken. Amen. (nach Stefan Vesper/„Gaudium et spes“)

Gedanken für den Tag

• Miteinander Leben gelingt nur dann, wenn alle etwas einbringen. Was kann mein ganz persönlicher Beitrag sein?
• Ich achte darauf, was in meinem Umfeld durch die gegenseitige Ergänzung einzelner an Leben wächst.
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