1. Tag (2013)

Gottes Abbild sein

1.Tag

Impuls

Jeder Mensch ist als Gottes Abbild erschaffen. Mit Ehrfurcht sollen wir dem Anderen begegnen, denn Gott begegnet uns in ihm. Mit Achtsamkeit soll dies geschehen, denn Gott zeigt sich in vielfältiger Weise. Aufrecht dürfen wir im Leben stehen, denn von ihm her sind wir gedacht, erschaffen, gewollt. Sein Antlitz spiegelt sich in uns. Sein Lebensatem fließt in uns.


Schrifttext Genesis 1, 24-28

Gott sprach: Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes. So geschah es. Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, dass es gut war. Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.


Bitten

V: Der dreifaltige Gott hat uns als sein Abbild geschaffen. Zu ihm lasst uns beten:

V/A: Herr, erbarme dich.
• Gott, unser Vater und Schöpfer des Alls, wir danken dir, dass du uns das Leben geschenkt hast, und bitten: hilf uns täglich neu, deine Güte und Barmherzigkeit weiterzutragen in diese Welt.

A: Herr, erbarme dich.
• Christus, unser Bruder und Heiland, wir danken dir, dass du das Leben mit uns teilst, und bitten: stärke uns, überall, wo es uns möglich ist, für mehr Menschlichkeit und verantwortungsvolles Miteinander einzutreten.

A: Herr, erbarme dich.
• Heiliger Geist, Wirkkraft und Lebensatem, wir danken dir, dass du auch heute in unserer Welt wirkst, und bitten: treibe uns an, uns mit Phantasie, Mut und Tatkraft für den Schutz des Lebens und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

A: Herr, erbarme dich.


Gebet

Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde; über den Himmel breitest du deine Hoheit aus. Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob, deinen Gegnern zum Trotz; deine Feinde und Widersacher müssen verstummen. Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt. Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde! Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. (Psalm 8, 2-7.10)

Gedanken für den Tag

• Ich gönne mir hin und wieder einen Moment der Ruhe und Stille, wo ich auf meinen Atem achte und mir die göttliche Kraft vergegenwärtige, die in mir fließt.
• Ich meditiere das Schriftwort: „Gott schuf den Menschen als sein Abbild“. taube2